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Grüße und Küsse :-) aus Seattle!! Bevor ich aus und von den Staaten berichte, gibt es noch ein bisschen was nachzutragen aus Victoria, der wunderschönen Stadt, die ich gestern verlassen habe.
Nachdem wir am Sonntag abends noch weg waren (Sticky Wicket - es war einfach großartig!!), ging es nach viel Alk und wenig Schlaf am Montag tatsächlich noch in den Regional Park nach Sooke - ziemlich unfit, und das Wetter war auch nicht perfekt, aber egal! Die Überraschung des Tages erlebten wir gleich vormittags bei der Autovermietung! Wir - vier Mädels - bekamen nämlich einen Chrysler convertible :D!!! Offen gefahren sind wir allerdings nur in der Stadt - aber war natürlich megagut!! Sind dann nicht nur im Regional Park gewesen (einen Bären haben wir übrigens nicht gesehen...), sondern auch beim wunderschönen Sooke Harbour House und am China Beach (<-- leider bei Regen, weswegen wir uns den Marsch zum Strand letztlich verkniffen hatten), der 70 km von Victoria entfernt lag. Auf dem Weg dorthin haben wir auch eine tsunami hazard zone inklusive tsunami evacuation route passiert. Sehr strange!
Abends kamen wir ziemlich kaputt wieder im Hostel an. Später wollten wir eigentlich noch in einen Club auf eine 90er Jahre Party, nur war die Schlange vor dem Laden SOOO lang (again), dass wir eine andere Lokalität vorzogen. Die fand ich allerdings scheiße, weswegen ich verhältnismäßig früh zurück im Hostel war - musste am nächsten Morgen ja eh früh raus!
Um 11 Uhr hieß es dann gestern für mich Auschecken. Gegen Mittag ging es noch mit Lara und Stef los, erst zum Tattoo- und Piercingstudio (nein, ich war nicht dran!!) und dann haben wir einen laaangen Spaziergang am Wasser entlang Richtung Fisherman's Wharf gemacht. Dort habe ich erstmals Seehunde (oder -löwen?) im Wasser gesehen, nachdem uns am Montag schon ein Otter über den Weg gelaufen war ;). Im Anschluss ging es weiter die Küste entlang und letztlich auf eine Mole, bevor es zurück ins OI ging, Gepäck abholen. Na, und dann war Abschied nehmen vom Hostel, den tollen Leuten und Victoria *schnief* angesagt, und ehe ich mich versah, befand ich mich schon auf der Fähre bzw. dem Katamaran (megaschnelles Teil!!) nach Seattle!
Nach 2 Stunden 45 Minuten Fahrzeit mit teilweise üblen Schwankungen (gut, dass ich nicht seekrank werde) war Land in Sicht. Border crossing stellte sich schon vor der Abfahrt in Victoria als ziemlich einfach heraus. Ein paar Fragen, Fingerabdrücke und ein Foto. Stempel innen Pass bekommen, fertich. In Seattle begrüßte mich der Grenzbeamte mit einem deutschen "Willkommen", der Mann kannte sogar meinen Geburtsort, da er dort vor laaanger, langer Zeit mal stationiert war ^^. Das Hostel ließ sich auch schnell und gut finden. Mitten in downtown! Erster Eindruck: Mehr als positiv (und damit ist jetzt nicht nur die Unterkunft gemeint)!! Mein Zimmer ist ein 8er dorm, allerdings war ich gestern die einzige Bewohnerin - ich hoffe, es wird für Nachschub gesorgt... .
Der Typ am front desk konnte jedenfalls auch Deutsch, richtig gut sogar ;) und was habe ich beim Frühstücken entdeckt? Ein Plakat vom Seattle Children's Theatre, denn dort werden The BREMENtown Musicians aufgeführt :D. Yeah.
Das Green Tortoise (GT) ist längst nicht so mit Deutschen überlaufen wie das OI, aber auch hier gibt es Menschen, die meine Muttersprache sprechen ;).
Die Stadt habe ich dann heute Vormittag erstmals zu Fuß erkundet. Wie der Zufall so spielt, befindet sich H&M wieder in "meiner" Straße ;). Zu geil. Die Preise sind auch um einiges günstiger als in Canada und damit auch in Deutschland. Sehr verlockend!!
Die nächsten Tage werde ich dann sicher damit verbringen sämtliche Orte, Läden und Sehenswürdigkeiten abzuklappern, die mich interessieren, und Unmengen von Fotos zu machen :-D. Die gibts dann bald hier zu sehen.
Heute ist tatsächlich schon mein letzter Arbeitstag im OI! In weniger als einer Stunde gehts das vorerst finale Mal ans Zimmer etc. cleanen hier im Hostel (wie gewohnt mit Musik in den Ohren, ich sammle ja nach wie vor fleißig von Leuten, die ich hier treffe ^^).
Morgen und übermorgen ist dann frei, wobei ich Dienstag ja schon früh auschecken & am Spätnachmittag in die USA starten werde. Für morgen ist geplant - da es Dienstag wetterbedingt wider Erwarten leider nicht geklappt hat :-( - endlich den Regional Park in Sooke zu besuchen. Möglicherweise auch zu 4., aber auf jeden Fall mit einem Mietwagen.
In der übrigen Zeit müssen hier noch diese und jene Vorbereitungen getroffen werden, um meine Abreise perfekt zu machen ;-)! Hauptsächlich handelt es sich hierbei natürlich ums Waschen und Packen.
So, und wenn ich mich jetzt nicht langsam fertig mache, wird das nix mit einem entspannten Start in den Tag... .
> Bier. Kanadisches Bier ist es definitiv nicht wert getrunken zu werden. Erstens ist es sauteuer und zweitens schmeckt es nur nach Wasser. I want Beck's!!
> (Leitungs-) Wasser. Schmeckt nach Schwimmbad. Nach Chlor. Mal mehr, mal weniger stark. Trinke ich trotzdem, weil: Kostet ja nichts ;-). Man gewöhnt sich dran.
> Bus. Neulich bin ich das erste Mal mit dem public transit gefahren. Die meisten Busse können auch Fahrräder mitnehmen - allerdings nicht im Bus selbst, sondern so ziemlich jedes Fahrzeug hat vorne so ausklappbare Fahrradträger, auf die man das Rad dann stellen kann :-). Sieht ganz süß aus.
Wenn man btw. wieder aus dem Bus aussteigt, sagt man ganz artig "thank you". Ich frage mich, für was. Dafür, dass der Fahrer die Haltestelle anfährt, möglichst dicht am Bordstein hält oder gar die Knöpfe drückt, damit sich die Türen öffnen & man den Bus verlassen kann?!
> Gras. Weed. Marihuana. Ich glaube, der Drogenkonsum in der Öffentlichkeit ist in Canada wesentlich verbreiteter als der Konsum von Alkohol. <-- Das ist ja ohnehin verboten und ich habe auch wirklich noch niemanden trinken sehen. Viel häufiger habe ich dagegen schon Marihuana-Qualm gerochen ;). Eigentlich überall! Canada riecht nach Gras. Jeder raucht es. Auch meine Chefs aus dem RLR. Erste Frage nach meiner Ankunft war sozusagen: "Do you smoke cigarettes?" - "No." - "Not even the funny ones, hhhahahahaa???" - "NO!!". Auf einer RLR-Party vor einen paar Wochen - der Gastgeber wurde 18 und ließ es ordentlich krachen! - gab es irgendwie niemanden, der nicht gekifft hat. Selbst die Eltern des Geburtstagskindes haben mitgemacht ;-).
Am 20.04. war hier, wie an vielen anderen Orten auch, 4/20. Wir waren gerade zufällig in der Nähe und haben uns das mal angeschaut - es war die größte kiffende Menschenansammlung, die ich je gesehen habe ^^. Erstaunlich: Weit und breit keine Polizei gesichtet!!
> ID. Egal, was man hier macht, man braucht seine ID. Sogar meistens gleich "2 pieces of ID". Wenn man ein Bankkonto eröffnet, eine Kneipe oder einen Club betritt, oder wenn man im liquor store einkauft (wobei ich dort nicht kontrolliert wurde!!). Da reicht dann nicht nur der Perso, sondern ein weiterer Nachweis muss her. Die meisten Läden verlangen Nachweise bis zum 25. oder auch 30. Lebensjahr. It's the law!



Nachdem sich meine Eltern heute indirekt bei mir beschwert haben (in etwa "Wo sind denn die Bilder aus Victoria???", "Du hast ja schon lange nichts mehr auf deinem Blog geschrieben!"), hier nun also ein neuer Post, auch zur Zufriedenheit der allgemeinen Leserschaft :-).
Fünf Tage Hostel-Arbeit liegen nun bereits hinter mir - heute & morgen habe ich FREI. Finally! Nachdem ich die ersten zwei Tage damit beschäftigt war, primär Badezimmer (die in Canada btw. überall washrooms heißen) zu reinigen, durfte ich die darauffolgenden Tage mit dem Saubermachen von Einzelzimmern verbringen ("Details, details, details!!" bloß nicht vergessen, wie Will, einer der unzähligen housekeeping supervisor, sagen würde). Die Arbeit war bisher ziemlich ok, z. T. aber auch echt anstrengend, wenn man mal wieder eine der schweren Matratzen heben oder mit dem Mop die Hostel-Flure entlangtanzen durfte. Beim Zimmer säubern ergab & ergibt es sich, dass man gelegentlich nützliche Sachen findet: Einen Adidas-Sweater, den jemand zwischen Kopfkissen und -bezug "hinterlassen" hatte (habe ich dem Kollegen vermacht); einen fast vollständig gefüllten Karton mit natürlich ungeöffneten Bierdosen (gestriger Sensationsfund, den wir uns sofort unter den Nagel gerissen und abends verbotenerweise konsumiert hatten - Alkohol trinken ist in den Hostelzimmer strikt untersagt). Yeah! Bier schmeckt hier wie Wasser ;-)!!!, aber das ist ein Fall für eine Fortsetzung der Canadian curios *.
Besonders spaßig ist übrigens das beinahe alltägliche "recycling wrap up" (* dto.) kurz vor Feierabend. Es lebe die kanadische Mülltrennung! Wer glaubt, das deutsche System sei übertrieben, der muss auf jeden Fall mal das kanadische kennenlernen! Hier werden erst Bier- und Getränkedosen sowie Flaschen aus Plastik unter (ganz wichtig!!) 1l vom Normalmüll getrennt. Größere Flaschen werden, wie auch die Glasflaschen, gesondert gesammelt. Alle anderen Behälter aus Glas, Hartplastik und z. B. Konservendosen gehören in einen gemeinsamen Müll!! Milchflaschen, die aufgrund ihres Inhaltes keinesfalls zu Getränkeflaschen gehören, werden separat gesammelt. Plastiktüten und Styropor gehören in den Normalmüll! Wtf??? Es wird ganz sicher noch eine Weile dauern, bis ich das System begriffen habe... .
Morgen werde ich mit Anja, meiner deutschen Mitbewohnerin, ein Auto mieten (Sprit kostet hier übrigens um die 0,80€ pro Liter (JA, Liter haben wir hier :D)) und höchstwahrscheinlich nach Sooke in einen Regionalpark fahren. Ich freu mich schon!
Ansonsten habe ich hier trotz des besser werdenden Wetters (heute 17 °C gehabt!!) noch nicht sooo viel erlebt - nach Feierabend war ich meistens zu kaputt oder unmotiviert die Stadt zu erkunden, so dass ich nicht weiter als bis zur Bank oder zum Supermarkt gelaufen bin. Vorgestern Abend haben wir allerdings spontan eine kleine Wanderung zum Parliament gemacht, das, wie sämtliche Straßen hier in downtown Vic, wunderschön beleuchtet war :). Heute habe ich einen Gang zum Fährterminal gemacht und mein Ticket für das Schiff (jaaa, wieder geht es mit der Fähre von A nach B ;-)) nach Seattle gekauft. Inzwischen ist auch das Hostel gebucht und das Ticket für meine Rückreise nach Canada besitze ich auch schon. Meine nächste Etappe ist gewissermaßen schon klare Sache :D. Hurra!!!
Nach der ersten Nacht (trotz Ohropax war es laut, unter meinem Zimmer ist, wie schon im SameSun, die Hostel-Bar...) ist auch der erste Arbeitstag im Ocean Island (--> OI) überstanden!! Zwar bin ich, wie sollte es anders sein, ziemlich kaputt, aber insgesamt waren meine Aufgaben - sämtliche Badezimmer auf zwei von insgesamt vier Etagen cleanen (ich glaube, es waren so zehn), Staub wischen im front desk Bereich & basement fegen ;-) - ziemlich in Ordnung! Mittags eine halbe Stunde Pause gemacht und nach Feierabend dann meine ersten 20 OI $ kassiert, die ich hier im OI gegen alles Mögliche - primär wird das wahrscheinlich Essen sein - einlösen kann.
Die Arbeitszeiten sind so human, dass ich damit echt gut leben kann, wenngleich es nach Feierabend wohl kaum lohnt, downtown unsicher zu machen (das mache ich dann, wenn ich Frei hab), da die meisten Geschäfte hier schon um 6 pm schließen - ich bin eben nicht in Van oder so... . Nachher will ich aber noch zum Fotografieren rausgehen :D!! Das Licht war gestern so schön und ich hoffe, heute ist es genauso.
Heute Morgen habe ich übrigens endlich ein Bankkonto eröffnet! Wieder mal eine Sache, die super unkompliziert war. Musste lediglich zwei Formulare unterschreiben und dann bekam ich auch schon meine Karte mit frei wählbarer PIN (<-- die konnte ich mir für meine kanadische Simkarte btw. auch schon aussuchen) und trallala in die Hand gedrückt. Yeah! Auf gehts ;-)! Jetzt fehlt nur noch der Job, denn Scheckvordrucke habe ich auch schon bekommen ^^.
Btw. durfte ich gestern erfahren, dass Canada trotz seiner unendlichen Weiten doch ziemlich klein ist: Habe hier im Hostel nen deutschen Backpacker wiedergetroffen, den ich während der ersten fünf Tagen im SameSun in Van kennengelernt hab ^^. Wir arbeiten zusammen.
Und dann noch ein Knaller: Habe einen Backpacker aus Ottersberg ;-) getroffen.
Nordlichter gibt es eben überall.
Kurze, aber liebe Grüße aus dem sonnigen Victoria, der Hauptstadt BCs, auf Vancouver Island!
Nach einer langen (ca. 4,5 Std.), aber unkomplizierten Reise - SkyTrain, Bus, Fähre, Bus, Fußmarsch - bin ich (ziemlich groggy) gegen 2 pm im Ocean Island angekommen. Ich habe bereits mein Quartier für die nächsten zwei Wochen bezogen - ein 6er dorm ;-) mit wenigstens zwei deutschen Mitbewohnerinnen & Fenster zur Hauptstraße ( --> RIESEN Kreuzung). Ein Hoch auf meine Ohropax! Die habe ich gestern in Van btw. auch gebraucht, denn nach drei Wochen in der Stille war es in da city doch ziemlich laut :O!!
Morgen startet dann mein Job - um 10:30 Uhr :-D. Besser als damals im Amt ;-) und besser als im RLR - dort hat die Arbeit ja um 09:30 Uhr begonnen. Um 4:30 ist Feierabend und, jahhh, ich bin schon sehr gespannt, wie es ab morgen wird! Wahrscheinlich werde ich im Bereich housekeeping arbeiten, aber das kenne ich ja schon ^^.
Jetzt geht es erstmal raus, noch ein wenig die Sonne genießen und ein paar Besorgungen machen...YUHU!!! Van Island, here I am!!!
P.S.: ENDLICH wieder rasend schnelles Internet - wie habe ich das vermisst...da konnte selbst Van gestern nicht mithalten. Bämbäm!! Daher gibts auch endlich mal neue Fotos im Album! Und die Möglichkeit, meine Etappen künftig via Google Maps mitzuverfolgen, siehe "Nicht verpassen!".
Nachdem ich - surprise! - erneut an einem Samstag anstelle von Sonntag meinen freien Tag genießen durfte (grmbl, eigentlich wäre gestern mein letzter Arbeitstag gewesen!!), musste ich wider Erwarten heute nochmal ran! Housekeeping war angesagt. Soweit, so gut. Nach getaner Arbeit wurde ich dann gefragt, ob ich nicht Interesse daran hätte, im Sommer für gute zwei Monate im Resort eben diese Tätigkeit bezahlt auszuüben. Öhm. Ja. Verlockend, aber: Ich denke nicht, dass ich zusagen werde, denn immerhin sehen meine Reisepläne vor, gen Osten aufzubrechen um irgendwann in Montréal zu landen, aber warum sollte ich mir die Option nicht einfach noch ein wenig offen halten und mindestens eine Nacht drüber schlafen?!
Wie auch immer.
Meine Zeit im RLR ist abgelaufen und sie ist nur so gerast, seit ich hier bin. Das ist auch gut so - denn langsam habe ich wirklich die Schnauze voll von allem, auch wenn das Wetter, mit dem die Arbeit hier praktisch steht und fällt, seit einen paar Tagen ziemlich gut ist und die Sonne heute bei bescheidenen 12 °C wieder besonders lacht. It's time to say goodbye.
Ich freue mich jetzt riesig auf Vancouver. Morgen Früh um 08:30 gehts los, erfreulicherweise mit dem Auto, da Giorgio, mein Chef, auch nach Van muss und mich mitnehmen kann. Prima - so spare mir die 55$ für den Bus... .
Dienstag geht es dann ja für zwei Wochen nach Victoria auf Vancouver Island und die Etappen für die Zeit danach stehen seit einen paar Tagen auch schon: Seattle/USA (Ende April) und im Anschluss, ab dem 01.05., 2 x 2 Wochen wwoofing (btw. erstmals auf richtigen Farmen) in Maple Ridge und Cawston, bevor ich Ende Mai, Anfang Juni nach Kelowna weiterreise (Feststellung: Ich brauche dringend mal so etwas wie eine Landkarte für meinen Blog).
Ta-dah!
Edit (14.04.2010):
- apply for a SIN
- pick up SIN at Service Canada
- open bank account
- Flug umbuchen
- Resume schreiben und die Jobsuche starten
Ich habe lange gezögert meinen Rückflug, der ja auf den 15.12. datiert war, umzubuchen, etwa genauso lange wie im Januar, als es darum ging sich überhaupt um das Ticket zu kümmern.
Meine Rückkehr im September ist allerdings seit heute gewiss :-). Hab mich tapfer mit dem kanadischen Lufthansa Service Center auseinandergesetzt. Wieder ein Punkt weniger auf meiner To-do-Liste, die ich natürlich schon längst abgearbeitet haben wollte... ;).
Mir fällt kein Titel ein zu dem, was hier in den letzten Tagen so los war. Erstaunlich, dass ich bereits seit drei Wochen und einem Tag in Canada bin! Und jetzt haben wir schon April. War nicht gerade erst Silvester oder so?!
Seit Montag weht frischer Wind im staff house und somit auch im RLR, denn nachdem die zwei Mädels, mit denen ich die erste Woche verbracht hatte, abgereist waren, kamen drei Neue (ein Pärchen und ein Freund von ihnen, yuhu, alle aus Québec; inzwischen verstehe ich deren Französisch auch viel besser als noch vor einen paar Tagen!) in die Bude und damit sozusagen auch "richtiges Leben"! Große Verbesserung der Stimmung, Woche Nummer zwei ist seitdem auch wesentlich angenehmer als die erste und das hat meine Laune nochmal ordentlich beflügelt ;-). Besonders praktisch ist, dass die Frenchies ein Auto haben, einen uralten VW-Bus aus den 70ern, mit dem wir immerhin schon zwei kleine Touren in einen Nachbarort gemacht haben :D, so dass man auch mal aus dem Resort herauskommen konnte, was sich zuvor als schwierig erwiesen hatte.
Das Wetter könnte insgesamt besser sein. Ich warte nach wie vor auf den Frühling! Die Bäume sind bereit auszutreiben, aber wo ist eigentlich die Sonne? An der Sunshine Coast waren zuletzt Regen und Sturm an der Tagesordnung mit der Folge, dass wir in nur einer Woche sage und schreibe 3x Stromausfall und 2x kein fließend Wasser zu verzeichnen hatten. Gestern war es besonders heftig - Dauerregen und starker Wind von morgens bis abends, so dass wir ab dem Spätnachmittag gute 20 Stunden am Stück ohne Strom und sicher auch genauso lange ohne Wasser "gehaust" haben. Schön war das nicht, aber heute Mittag war zum Glück alles wieder in Ordnung - puh... .
Gestern hat das Resort-Restaurant nach der Winterpause eröffnet und in den letzten Tagen haben wir Wwoofer ordentlich daran gearbeitet, das Lokal auf Vordermann zu bringen. Verstehe wirklich nicht, wie man das als Inhaber bitte auf den letzten Drücker machen kann! Und dann auch noch ziemlich unorganisiert. Naja, mein Problem ist das wohl nicht. Die Arbeit war in dieser Woche jedenfalls recht angenehm. Weniger angenehm war, dass ich vorgestern sensationell gestürzt und voll aufm Knie gelandet bin, was nun ordentlich schmerzt.
Heute in einer Woche ist dann schon mein letzter Arbeitstag hier im RLR, und am Montag geht es nochmal ab nach Van, bevor ich ab dem 13.04. für zwei Wochen in diesem Hostel auf Vancouver Island wwoofen kann. Wahrscheinlich schaue ich mich dann auch erstmals richtig nach einem Job um, das habe ich bisher nämlich eher vernachlässigt.
Euch allen ein schönes, langes und frohes Osterwochenende :-D!